Greenfield Zierrasen Englischer Garten
Dunkelgrüner Zierrasen mit geringem Schnittgutabfall

Ein dunkler Zierrasen mit einem sehr edlen Erscheinungsbild. Aufgrund der Feinblättrigkeit und Tiefschnittverträglichkeit dieser Mischung wird jede Rasenfläche zur Visitenkarte des Gartens. Weitere wichtige Faktoren bei der Auswahl der Gräser sind die dunkelgrüne Farbe, die Narbendichte und der langsame Wuchs, welcher zu einem reduzierten Mähaufwand und geringem Schnittgutabfall bei höhster Rasendichte führt.

Informationen über allgemeine Rasenthemen von Greenfield
Mantelsaat®
Mantelsaat® Die Erfolgsformel
Das weltweit einzigartig patentierte Verfahren zur Herstellung der Mantelsaat® wurde von der Forschungsabteilung der Firma Freudenberger stetig verbessert und weiterentwickelt. Durch langjährige Versuchsreihen ist es erstmals gelungen, den Nährstoffmantel mit einer Feuchtigkeit speichernden Hülle zu versehen. Dieses „intelligente“ Saatgut trägt maßgeblich zur Ressourcen-Schonung der Umwelt bei.
Mantelsaat® was ist das?
Die Saatguttechnologie zu Herstellung der Mantelsaat ® ist ein ausgereiftes Verfahren, das viel Erfahrung, Zeit und Fingerspitzengefühl verlangt. Mantelsaat® ist Saatgut, das mit lebenswichtigen und keimfördernden Substanzen in einem technischen Verfahren umhüllt wird. Diese Umhüllung besteht aus einer fein abgestimmten Kombination verschiedener Komponenten, wie z.B. Makro- und Mikronährstoffen. Diese Bestandteile sind rein biologischer und mineralischer Herkunft und daher unbedenklich für Mensch, Tier und Umwelt. Sie wirken sich besonders vorteilhaft auf die Etablierung der jungen Gräser und das Wurzelwachstum aus! Der Mantel schützt das Saatgut vor biotischen und abiotischen Einflüssen und bleibt in der Regel solange erhalten, bis sich die Rasenfläche etabliert und eine dichte Narbe gebildet hat.
Außerdem bindet die Umhüllung Wasser, mit dessen Hilfe die im Mantel enthaltenen Nährstoffe dem Keimling in seiner Jugendphase zugeführt werden. Sie sorgen für eine schnellere Keimung und fördern die Pflanzengesundheit. Die ohnehin Wasser absorbierende Wirkung des Mantels wird bei der Mantelsaat® mit Absorber noch um ein vielfaches verstärkt und bewahrt angekeimtes Saatgut vor dem Austrocknen.
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 Mantelsaat® |
Nacktsaat
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Mantelsaat® - mit sieben Schichten

Enormer Vorteil für unterschiedlichste Ansprüche
Die im Mantel eingebrachten Stoffe sind besonders vorteilhaft für die Etablierung der Gräser. Sie fördern nicht nur die junge Pflanze, sie tragen auch zur Verbesserung der biologischen Aktivität des Bodens bei.
Die einzigartige Mantelsaat® erhält und steigert die Nutzung von Flächen in extremen Lagen, minimiert Bodenbearbeitungsmaßnahmen und sorgt für eine Reduzierung der Bewässerung sowie eine kontrollierte Applikation von Nährstoffen und Pflanzenstärkungsmitteln. Durch das höhere Tausendkorngewicht lässt sich die Mantelsaat® – im Vergleich zur Nacktsaat - auch bei windigem Wetter kontrolliert und gleichmäßig aussäen. Das höhere Gewicht sorgt ebenfalls für einen besseren und gesicherten Bodenkontakt der Samen.
Nicht zuletzt wegen dieses Vorteils kann in eine bestehende Vegetationsfläche nachgesät werden, ohne diese vorab zu bearbeiten, wie es bei der Nacktsaat notwendig ist. Auch auf extrem gelegenen Flächen, wie z.B. Böschungen und anderen Hanglagen, die schwierig bzw. gar nicht zu bearbeiten sind, kann somit auf die kostenintensive Bodenbearbeitungsmaßnahme verzichtet werden. Das Aussaatbild lässt sich durch die intensive Farbe des Mantels sehr gut erkennen und überprüfen.
Einfache Aussaat |
Schutz vor Wind |
Schutz vor Vogelfraß |
Mantelsaatgut |
 Keimsicherheit |
Mantelsaat® erleichtert die Anwendung für den Verbraucher deutlich
Absorber – Wasserspeicher
Neben Licht, Temperatur und Sauerstoff ist Wasser der wichtigste Faktor für den Keimungsprozess von Graspflanzen. Dabei kommt Wasser die entscheidende Rolle beim Quellungsvorgang zu. Ohne Wasser gäbe es keine Keimung und somit kein Wachstum und keine Grünflächen. Was liegt also näher, als das Wasser direkt an das Samenkorn zu binden und es auf diesem Weg für den Keimling effektiv verfügbar zu machen. Die absorbierende Eigenschaft der Mantelsaat® wird durch den zusätzlich eingebrachten Absorber um ein vielfaches erhöht und bewahrt angekeimtes Saatgut vor dem Austrocknen. Bei der Mantelsaat® mit Absorber wird eine wasserspeichernde Substanz in den Mantel eingearbeitet. Diese funktioniert ähnlich wie ein Schwamm. Nach der Aussaat wird Feuchtigkeit aus der Umgebung (Beregnung, Bodenfeuchte, Taufeuchte) gespeichert und dem Keimling nach und nach zur Verfügung gestellt. Dies garantiert eine schnelle und sichere Keimung. Das gebundene Wasser wird durch den ersten und wichtigsten Schritt des Keimungsvorganges, das Aufquellen, sichtbar.
Besonders unter trockenen Bedingungen kommt der Mantel dem Saatgut zu Gute. In Trockenphasen hat der Keimling ohne zusätzliche Bewässerung eine längere Überlebenschance. Eine eventuell notwendige Bewässerung kann um bis zu 50% reduziert werden. Nacktsaat keimt zwar schneller als die Mantelsaat®, unterliegt aber nach der Keimung der Gefahr auszutrocken und abzusterben. Wichtig für einen schönen Rasen ist schnelles tiefes Ausbilden des Wurzelsystems. Die Natur als komplexes System können und wollen wir nicht verändern. Wir binden jedoch Nährstoffe und Wasser an das Saatgut, um natürliches Wachstum zu unterstützen. Mantelsaat® mit Absorber bedeutet: Gesunde Pflanzenentwicklung selbst unter erschwerten natürlichen Bedingungen bei minimalem Einsatz von Technik.

Der Nährstoffmantel - intelligente Hülle mit großer Wirkung
Mantelsaat® erhält und steigert die Nutzung von Flächen in extremen Lagen, minimiert Bodenbearbeitungsmaßnahmen und sorgt für eine Reduzierung der Bewässerung sowie eine kontrollierte Applikation von Nährstoffen und Pflanzenstärkungsmitteln.
Der ausgebrachte Rasensamen absorbiert die Feuchtigkeit seiner Umgebung und ist durch den Absorber verstärkt in der Lage, die Feuchtigkeit zu binden. Dies wird durch das Aufquellen des Samenmantels sichtbar. Die Samenschale reißt auf und die Keimwurzel entwickelt sich. Der junge Keimling beginnt zu wachsen. Von diesem Zeitpunkt an ist die junge Pflanze in der Lage, Photosynthese zu betreiben und im Wasser gelöste Nährstoffe aus der Umgebung (Mantel) aufzunehmen.
Rasenneuanlage
Sieben Arbeitsschritte bei Neuanlage einer Rasenfläche:
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1.
Der Boden sollte spatentief umgegraben werden, wobei der Aufwuchs der Gründüngungspflanze zur Humusanreicherung und biologischen Düngung mit untergegraben wird. Ist dies nicht gegeben, empfehlen wir zur Bodenverbesserung noch 4-5 Sack Gartenhumus je 100 m2 gleichmäßig verteilt in den Boden einzuarbeiten. |
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2.
Abharken des Saatbeetes, um es von vorhandenen Pflanzenresten, Steinen etc. zu reinigen und gleichzeitig einzuebnen. |
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3.
Die Fläche sollte jetzt 14 Tage bis 3 Wochen ruhen, damit sich der Boden gut absetzt und in der Krume befindliche Unkräuter keimen und auflaufen. |
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4.
Nach der Ruhezeit die aufgelaufenen Unkräuter entfernen und den Boden mit einem Rechen anharken. |
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5.
Die geeignete GREENFIELD Rasenmischung mit der empfohlenen Aussaatstärke gleichmäßig von Hand oder einem Streuwagen aussäen. |
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6.
Eine Rasenneusaat ist vor dem Austrocknen zu schützen. Die Bewässerung mit einem Rasensprenger sollte in den frühen Morgen- bzw. späten Abendstunden erfolgen, bis der Boden ca. 10cm tief durchgefeuchtet ist. |
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7.
Nach Erreichen einer Wuchshöhe von ca. 8-10 cm (Handhöhe) wird der junge Rasen zum ersten Mal gemäht, die Schnitthöhe auf ca. 6 cm einstelllen. Der Rasenmäher sollte möglichst scharfe Messer haben, da die Rasenpflanzen noch sehr empfindlich sind. Die folgenden Schnitte können dann in der gewünschten Rasenhöhe erfolgen, ca. 4 cm. Häufiges Schneiden im Jugendstadium fördert die Narbenbildung. |
Pflege:
Nach der erfolgreichen Ansaat ist für die Erhaltung des Rasens eine optimale Pflege unerläßlich. Nur so kann gewährleistet werden, daß sich dieser über die Dauer mehrere Jahre in einem einheitlichen und schönen Erscheinungsbild zeigt. Mähen, Düngen, Lüften (Vertikutieren) und Bewässern sind in diesem Zusammenhang als wichtigste Pflegemaßnahmen zu nennen. Daneben zählt die Unkrautbekämpfung und die Behandlung von Krankheiten zur Rasenpflege.
Mähen:
Das Rasenmähen gehört zu den zeitaufwendigsten und wichtigsten Pflegemaßnahmen auf Rasenflächen. Der häufige Schnitt - in Verbindung mit richtiger Düngung - fördert die Ausbildung einer dichten, teppichartigen Narbe, da die Graspflanzen zum Wachstum in die Breite angeregt werden. Zudem wird Ihr Rasen gekräftigt und ist direkt belastbar. Bei der Wahl des richtigen Schnittzeitpunktes ist darauf zu achten, daß der Graspflanze nicht mehr als 1/3 bis maximal die Hälfte des Aufwuchses weggenommen werden sollte. Wenn in einem Schnitt wesentlich mehr Aufwuchs (Radikalschnitt) abgemäht wird, verliert die Pflanze zuviel Grünfläche, um sich rasch zu regenerieren. Im Hausgartenbereich liegt die Schnitthöhe zwischen 3-5 cm. Demzufolge müßte bei der Höhe von 6-10 cm gemäht werden. Abgesehen davon sollten Sie versuchen, den Rasen nach Möglichkeit 1x bzw. 2x wöchentlich im Frühjahr zu schneiden.
Düngung:
Da sich der Rasen ständig regenerieren muß, dicht sein soll und mit dem Rasenschnitt ständig Nährstoffe von der Fläche genommen werden, ist für die Ausbildung einer kräftigen grünen Narbe die richtige Düngung wichtig. Der Rasen befindet sich quasi in einem ständigen Wachstumsprozeß und benötigte Nährstoffe müssen durch eine gezielte Düngung zugeführt werden. Dabei benötigt der Rasen nicht nur Stickstoff, sondern ein ausgewogenes Verhältnis von Stickstoff, Phosphat, Kali sowie Magnesium und Spurenelementen muß gewährleistet sein. Diese Nährstoffe erfüllen beim Aufbau von Pflanzengewebe und der Steuerung des pflanzlichen Stoffwechsels verschiedene Funktionen. Am besten für die Düngung eignen sich daher Mehrnährstoffdünger, bei deren Zusammensetzung das bedarfgerechte Nährstoffverhältnis berücksichtigt ist.
Beregnung:
Sorgen Sie dafür, daß Ihr Rasen immer genügend Feuchtigkeit hat. Normalerweise reichen die natürlichen Niederschläge dafür aus. Sollte es trotzdem einmal nötig sein, den Rasen in Phasen mit lang anhaltender Trockenheit zu wässern, ist folgendes zu beachten: Neue Rasenflächen oder Neusaaten sollten alle 2 Tage mit ca. 1-2 l/qm beregnet werden: ältere Rasenflächen hingegen nur 1x pro Woche, aber durchdringend bis zu 20 l/qm. Es sollte in den frühen Morgen – oder späten Abendstunden gewässert werden – nie bei grellem Sonnenlicht.

Rasenerhaltung
Erhaltungs- und Regenerationsmaßnahmen auf Rasenflächen zur Verbesserung der Wasserdurchlässigkeit und Ebenflächigkeit.
Die wichtigsten Maßnahmen sind:
- Vertikutieren - Aerifizieren - Besanden - Nachsaat - Topdressing
Neben den herkömmlichen Pflegemaßnahmen wie Düngung, Schnitt und Beregnung, sind vor allem auf intensiv genutzten Rasenflächen zusätzliche Pflegemaßnahmen erforderlich, um auf Dauer eine optimale Funktionsfähigkeit zu erhalten. Geschieht dies nicht, können Oberflächenverdichtungen und Verfilzung des Rasens entstehen, was wiederum zu Störungen des Wasser- und Nährstoffhaushaltes führt, gesundes Rasenwachstum wird verhindert, Belastbarkeit, Narbendichte und Regenerationsfähigkeit gehen zurück, Verunkrautung und Krankheitsanfälligkeit nehmen zu.
Vertikutieren: Zum Wachsen braucht Ihr Rasen Luft und Licht. Da sich im Laufe der Zeit – insbesondere wenn das Schnittgut auf der Fläche verbleibt – ein Rasenfilz aus lebendem und totem Pflanzengewebe entwickelt, sollte dieser jedes Frühjahr entfernt werden. Beim Vertikutieren wird der Rasenfilz an der Oberfläche aufgerissen, entfernt und breitblättriges Unkraut und Moos werden dezimiert. Der Luft- und Wasserhaushalt wird verbessert, die Aktivität der Bodenorganismen und damit der Filzabbau werden gefördert. Rasensportplätze sollten wenigstens 1x im Jahr vertikutiert werden während der Hauptwachstumszeit im April/ Mai. Vor dem Vertikutieren wird der Rasen kurz gemäht. Nach dem Vertikutieren muß der Auswurf entfernt werden und es sollte anschließend besandet und bei Bedarf nachgesät werden.
Aerifizieren: Durch das Aerifizieren werden Oberflächenverdichtungen beseitigt und der Wurzelraum wird belüftet. Mit Hohlstachelgeräten werden Erdpfropfen bis zu 10 cm Tiefe ausgestochen, die abgekehrt werden müssen. Anschließend wird die Fläche besandet und gedüngt. Bei einer wirksamen Maßnahme sollten mindestens 200 Löcher/ m2 hergestellt.
Besanden: Das Besanden mit scharf gewaschenem Sand (Körnung 0/2 oder 0/3) hat als Einzelmaßnahme oder in Verbindung mit dem Vertikutieren oder Aerifizieren folgende Vorteile:
• Unebenheiten werden ausgeglichen • die Bodentextur wird verbessert durch Vermischung bzw. Bodenaustausch • der Boden wird durchlässiger • die Scherfestigkeit wird erhöht
Der Sand wird eingekehrt und eingeschleppt. Bis zu 5 l/m2 können je Gabe ausgebracht werden.
Nachsaat: Wenn die Lücken in einer Rasenfläche zu groß geworden sind und sich durch Regeneration nicht mehr schließen, oder wenn der Gräserbestand durch wertvollere Arten und Zuchtsorten aufgefrischt werden soll, ist die Nachsaat erforderlich. Die Nachsaat läßt sich am besten nach Maßnahmen wie Vertikutieren, Aerifizieren und Besanden durchführen. Es gibt aber auch Methoden, in eine bestehende Rasenfläche ohne Vorarbeiten einzusäen (z.B. Perforator). Zur Nachsaat empfiehlt es sich eine geeignete Saatgutmischung zu verwenden, z.B. RSM 3.2 Nachsaat von GREENFIELD. Sehr gut bewährt hat sich hier die Mantelsaat (RSM 3.2 Nachsaat als Mantelsaat), bei der das Risiko beim Auflauf deutlich niedriger ist.
Top-Dressing: Zur Herstellung der Ebenflächigkeit und zur Nährstoffverbesserung wird vor allem im Golfbereich (Grüns und Vorgrüns) ein Gemisch aus Sand, Torf, Erde und Dünger ausgebracht. Der Sand muß kalkfrei und auf die Körnung der vorhandenen Tragschicht abgestimmt sein. Bester Zeitpunkt hierfür ist der Herbst etwa bis Ende September. Vorausgehen sollte hier auch eine entsprechende Bodenbelüftung.
Wenn alle diese Maßnahmen keinen Erfolg bringen, sind weitreichendere Maßnahmen zur Regeneration notwendig.
Dies können sein:
• Schlitzen • Schlitzdränung • Tiefenlockerung
Schlitzen: Durch Schlitzen entstehen maschinell ca. 100 Schlitze/m2, die in Abständen von etwa 8 cm, bis zu 10 cm tief, 10-15 cm lang und 1 cm breit sind. Im Umfeld der Schlitze entstehen Risse, die zur flächendeckenden Lockerung und Lüftung der Oberfläche führen. Es entstehen aber auch Unebenheiten, die durch Besanden und Einschleppen wieder beseitigt werden können.
Schlitzdränung: Bei der Schlitzdränung werden mit einem speziellen Gerät Schlitze gefräst, die bis zum Dränsystem oder wasserdurchlässigeren Schichten reichen. Die Schlitze werden im gleichen Arbeitsgang mit durchlässigem Material (Sand, Lava, Blähton) verfüllt. Der Aushub muß entfernt werden. Breite, Abstand und Tiefe der Schlitze können variiert werden. Das Ziel ist eine bessere Durchlüftung des Bodens und eine schnellere Wasserabführung.
Tiefenlockerung: Mit der Tiefenlockerung können Bodenverdichtungen und wasserundurchlässige Schichten im Bereich von 6-15 cm und noch darunter (bis zu 25 cm!) beseitigt werden. Mit speziellen Geräten werden Schlitze oder Löcher gebohrt, gleichzeitig wird das Umfeld gelockert. Die entstandenen Öffnungen werden mit durchlässigen Baustoffen verfüllt.
Welche Maßnahme wann nötig und sinnvoll ist, läßt sich nur vor Ort, aufgrund von Standort- und Bodenanalysen, entscheiden. Hier ist der Rat des Fachmanns gefragt. Nutzen Sie deshalb unseren Beratungsservice.
Rasennachsaat
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Trotz guter Pflege wird jeder Rasen einmal alt und lückig. Dann stellt sich die Frage, was jetzt geschehen soll. Rasenumbruch ist eine mühsame Arbeit, dazu entschließt man sich so schnell nicht. |
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Einfacher ist die Nachsaat mit Mantelsaat:
1. Dazu wird der Rasen mit einem Rasenmäher so tief wie möglich geschnitten. Das ist mit jedem Rasenmäher, der eine Höheneinstellung hat, möglich. Es dürfen nur Stoppeln stehenbleiben. Arbeiten Sie mit einem Grasfangkorb, damit das Schnittgut entfernt wird, sonst müssen Sie es von Hand abharken.
2. Jetzt in Längs- und Querrichtung vertikutieren, mit einem Motor- und Handvertikutierer. Beim Vertikutieren werden Rasenfilz und Pflanzreste und der Boden aufgeschlitzt. Wichtig ist es, daß die Fläche gründlich gereinigt wird; das Rasensaatgut benötigt Licht, Luft und Platz zum Gedeihen.
3. Jetzt wird die Rasen-Regenerationsmischung (40 Gramm pro qm) gleichmäßig ausgebracht. Die Rasennachsaat mit Sand bedecken und anwalzen. Zur Keimungsbeschleunigung wird die Nachsaat durch Beregnung feucht gehalten und ein Vertrocknen des Keimlings dadurch verhindert.
4. Der erste und die folgenden Schnitte werden wie unter Rasenneuanlage durchgeführt.
Inerhalb weniger Wochen erstrahlt Ihr Rasen wieder in neuem Grün und ist voll belastbar.
Rasenkrankheiten
Greenfield hat für Sie die wichtigsten und häufigsten Rasenkrankheiten mit Beschreibung des Krankheitsbildes, der Symptome, der Ursachen und Maßnahmen zusammengestellt.
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Schneeschimmel Microdochium nivale (früher: Fusarium nivale) |
| Bedeutung: |
Am meisten verbreitete und sehr schädliche Rasenkrankheit. |
| Jahreszeit: |
Zu jeder Jahreszeit, bei ungünstigen Bedingungen, meistens im Frühjahr und Herbst. |
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Symptome: |
Zuerst erscheinen kleine, dunkelbraune oder orange, kreisrunde Punkte, die sich rasch in Größe und Anzahl ausbreiten, es entstehen Flecken mit abgestorbenem Gras. Das erkrankte Gras kann naß und schleimig sein. Die Flecken haben meist einen dunkelbraunen Ring und ein helleres Zentrum. Das Pilzmyzel (weiß bis rosa) ist manchmal an den Rändern der Flecken sichtbar, oft verkleben die abgestorbenen Blätter. |
| Wo?: |
Auf sehr feinen und dichten Rasenflächen, zum Teil mit sehr intensiver Pflege, alle Gräserarten, aber zum Teil auch sortenabhängig. |
| Ursachen: |
Feuchte Witterung und feuchte Oberflächen; extrem hohe Stickstoffgaben, besonders im Herbst, Topdressing in zu hohen Gaben aber auch alkalische Bedingungen fördern die Krankheit. |
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Vorbeugende Maßnahmen: |
Maßnahmen zur Verringerung von dauerhafter Oberflächenfeuchte, z.B. durch Dränage, Erhöhung der Luftzirkulation, indem Bäume, Hecken, Zäune und Mauern nicht zu dicht an die Rasenfläche plaziert werden, Aerifizieren und Besanden, Beseitigen von wasserrückhaltendem Rasenfilz, Einschränken künstlicher Beregnung, Stickstoff und Kalk nicht in Perioden, die den Krankheitsbefall begünstigen, verabreichen; Schnittgut immer entfernen. |
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Rotspitzigkeit Laetisaria fuciformis (früher: Corticium fuciformis) |
| Bedeutung: |
Sehr verbreitet, bei starkem Befall kann das Gras völlig absterben, in der Regel erholen sich befallene Flächen wieder. |
| Jahreszeit: |
Im Sommer und Herbst, unter milden Klimabedingungen bis in den Winter hinein. |
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Symptome: |
Fleckenartige Schadstellen im Rasen, die oft rosa oder rötlich erscheinen (verursacht durch nadelähnliche Pilzhyphen, die an den erkrankten Blättern herausstehen, bis zu 25 mm lang sein können und oft verästelt sind); die Flecken sind nicht scharf abgegrenzt und variieren von 20-50 mm bis zu 350 mm Durchmesser, bei geringem Befall sterben die Blätter nur an den Spitzen ab. |
| Wo?: |
Befallen werden können alle Rasentypen; Lolium perenne und Festuca rubra sind Arten, die am häufigsten befallen werden, vor allem langsamwachsende, pflegeextensive Zuchtsorten. |
| Ursachen: |
Unzureichende Nährstoffversorgung, vor allem zu geringe Stickstoffversorgung. Durch die Auswahl von Zuchtsorten, die geringer anfällig sind. |
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Vorbeugende Maßnahmen: |
Stickstoffdüngung sollte auch in den Sommermonaten bei ausreichender Feuchte erfolgen, um das Wachstum zu fördern. Vorsicht ist aber bei zu hohen Stickstoffgaben geboten, die wiederum das Ausbreiten von Schneeschimmel fördern können. |
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Dollarfleckenkrankheit Sclerotinia homoeocarpa |
| Bedeutung: |
In bestimmten Regionen, vor allem bei intensiv gepflegten Rasentypen, sonst nicht so häufig zu beobachten. |
| Jahreszeit: |
Sommer und Herbst. Es bilden sich kleine kreisrunde Flecken (ca. 50 mm Durchmesser), die scharf abgegrenzt sind, im Inneren dieser Flecken ist das Gras meist abgestorben und trocken und von strohiger Farbe, bei starkem Befall können sich einzelne Flecken zu größeren Schadstellen zusammenschließen; kann auch kombiniert mit Rotspitzigkeit auftreten. |
| Wo?: |
Befallen werden können alle Rasentypen; Lolium perenne und Festuca rubra sind Arten, die am häufigsten befallen werden, vor allem langsamwachsende, pflegeextensive Zuchtsorten. |
| Ursachen: |
Begünstigt durch die Anwesenheit anfälliger Gräserarten und -sorten und durch Nährstoffmangel, insbesondere Stickstoffmangel. |
| Vorbeugende Maßnahmen: |
Verwendung resistenter Zuchtsorten von Festuca rubra trichophylla, ausgewogene Nährstoffversorgung mit Stickstoff. |
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Blattfleckenkrankheit Helminthosporium vagans |
| Bedeutung: |
Sehr verbreitet, verursacht aber selten nennenswerte Schäden. |
| Jahreszeit: |
Kann zu jeder Jahreszeit auftreten. Symptome: Flecken auf dem Blatt, die in Farbe und Größe variieren können, aber oft braun, schwarz, olivgrün oder purpur sind. |
| Symptome: |
Flecken auf dem Blatt, die in Farbe und Größe variieren können, aber oft braun, schwarz, olivgrün oder purpur sind. |
| Wo?: |
Bei fast allen Gräserarten und Rasentypen. |
| Ursachen: |
Blattflecken breiten sich besonders unter warm-humiden Bedingungen aus, gestreßte Pflanzen oder altes Gewebe werden am leichtesten befallen. |
| Vorbeugende Maßnahmen: |
Entfernen des Schnittgutes und alter abgestorbener Pflanzenteile, keine unnötige Feuchtigkeit erzeugen (durch zu häufige Beregnung), Erhöhen der Luftzirkulation durch Beseitigen von Hindernissen (Hecken, Mauern, Zäune, Bäume). |
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Schwarzbeinigkeit Ophiobulus graminis |
| Bedeutung: |
Keine weit verbreitete Krankheit, unter ungünstigen Bedingungen kann sie aber schweren Schaden anrichten. |
| Jahreszeit: |
Sommer oder Herbst, befallene Flächen können aber das ganze Jahr über bestehen bleiben. |
| Symptome: |
Es entstehen Ringe aus gelblich oder orangefarbenem Gras von 0,1-1,0 m Durchmesser, gefolgt von einem Ring von etwa 0,1 m aus abgestorbenem Gras. Der Pilz befällt die Wurzeln und verursacht so die Verfärbung. Innerhalb des Ringes verbleiben nur noch Arten, die nicht krankheitsanfällig sind und Unkräuter. |
| Wo?: |
Kann in jedem Rasentyp entstehen, vor allem aber in Agrostis- dominanten Beständen. |
| Ursachen: |
Oberflächenvernässung und alkalischer pH-Wert verstärken den Befall. Die Krankheit tritt auf, wenn z.B. auf Fairways nasser, versauerter Boden gekalkt wird, aber auch bei Neuanlagen, wenn der Boden vorher entseucht wurde oder die Vegetationsschicht aus Fremdbaustoffen wie Sand oder Lava aufgebaut wurde (hier wirkt sich vermutlich das Fehlen von antagonistischen Pilzen aus). |
| Vorbeugende Maßnahmen: |
Wenn sich die Krankheit etabliert hat, ist es sehr schwer sie unter Kontrolle zu bringen. Besser ist es, durch optimale Pflege vorzubeugen. Vernässung kann durch ein gut funktionierendes Dränsystem verhindert werden. Die Rasenpflege ist ideal, wenn keine Kalkung notwendig wird. Falls doch, sollte dieses im Herbst geschehen, im Frühjahr gefolgt von einer Gabe Dünger mit saurer Wirkung, z. B. Ammonsulfatsalpeter, die Bodenreaktion kann auch durch die Verwendung von alkalischen Sanden für das Topdressing verstärkt werden und durch Beregnungswasser, das oft von Natur aus einen hohen Kalkgehalt hat. Diese Faktoren sollten bei den Pflegemaßnahmen mit berücksichtigt werden. |
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Hexenringe Typ 1 Marasmius oreadas |
| Bedeutung: |
Relativ häufig auf Fairways und ähnlichen Flächen zu sehen, wo sie großen Schaden anrichten können. Seltener sieht man sie auf Golf- Greens oder Tees. |
| Jahreszeit: |
Die Ringe können über mehrere Jahre bestehen, aber die Symptome sind am deutlichsten sichtbar bei trockener Witterung im Sommer. |
| Symptome: |
Hexenringe des Typ 1 töten das Gras ab oder schädigen es stark. Man sieht 2 Ringe, bogen- oder kreisförmig, bestehend aus Gras von kräftigem, dunkelgrünem Wuchs, zwischen diesen entsteht ein Ring aus kahlen Stellen mit abgestorbenem Gras. Der Pilz schafft extrem hydrophobe Bodenbedingungen, welche ein Vertrocknen der Rasenpflanzen verursachen. Unterhalb des Ringes befindet sich ein dichtes, weißliches Myzelgeflecht, mit einem typisch schimmeligen Geruch. Kleine gelbbraune Pilze kann man im äußeren Ring zwischen Sommer und Herbst sehen. |
| Wo?: |
In jedem Rasentyp |
| Ursachen: |
Die Bedingungen sind noch nicht vollständig erforscht, aber Oberflächenvernässung kann eine Bedeutung haben. Hexenringe findet man auf jedem Bodentyp, sie treten aber am deutlichsten auf leichten, sandigen Böden auf. |
| Vorbeugende Maßnahmen: |
Eine vollständige Beseitigung ist nur schwer zu erreichen, oft läßt sich nur die weitere Ausbreitung verhindern. Selten wachsen die Ringe durch Hindernisse von umgebrochenem Erdreich wie z.B. Rasenkanten oder Rabatten. Auch das Durchfräsen von infizierten Zonen ist oft erfolgreich, damit können in den Ringbereich antagonistische Pilze gelangen, die das weitere Ausbreiten verhindern. Sehr effektiv aber auch aufwendig ist das Abtragen des befallenen Erdreichs. Vor der Verwendung von Fungiziden muß zunächst die wasserabweisende Zone durch Aerifizieren und Verabreichung eines Netzmittels aufgeweicht werden. |
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Hexenringe Typ 2 Scleroderma ssp. |
| Bedeutung: |
Tritt gewöhnlich auf sehr feinen Rasenflächen auf (Zierrasen, Greens), bedeutende Schäden werden aber nur selten beobachtet. |
| Jahreszeit: |
Die Symptome sind am ehesten im Sommer und Herbst sichtbar, aber die Pilze sind das ganze Jahr über vorhanden. |
| Symptome: |
Ringe, Bänder oder Bögen werden sichtbar, in deren Bereich das Gras schneller wächst und dunkleres Grün aufweist. Bedeutende Schäden treten nicht auf. Als Begleiterscheinung sieht man gelegentlich die Fruchtkörper des Pilzes (Ständer- oder Blätterpilze). |
| Wo?: |
Ziemlich alle Rasentypen können befallen werden. Am häufigsten wird der Typ 2 auf Golfgreens beobachtet. |
| Ursachen: |
Nicht bekannt, die Symptome sind am deutlichsten bei Stickstoffmangel sichtbar. |
| Vorbeugende Maßnahmen: |
Wenn das Gras nicht geschädigt wird, werden die Symptome oft geduldet, können aber das Erscheinungsbild stören. Sie können verborgen werden durch eine Extragabe Stickstoff während der Vegetationszeit oder durch die Anwendung von Eisensulfat auf den umgebenden Flächen, die dann eine dunklere Farbe annehmen. |
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Hexenringe Typ 3 Hygrophorus ssp. |
| Bedeutung: |
Sehr verbreitet, gewöhnlich keine Schädigung des Rasens. |
| Jahreszeit: |
Der Pilz ist das ganze Jahr über vorhanden, der Ring ist aber nur kurze Zeit im Jahr sichtbar, meist im Herbst. |
| Symptome: |
Die Aktivität des Pilzes zeigt sich durch Ausbilden eines Ringes mit stärkerem, dunkelgrünem Rasenwuchs und durchunregelmäßiges Auftreten von Fruchtkörpern. |
| Wo?: |
Wird auf den meisten Rasenflächen beobachtet, selten aber auf stark strapazierten Rasenflächen. |
| Ursachen: |
Nicht bekannt. |
| Vorbeugende Maßnahmen: |
Nicht erforderlich, da keine eigentlichen Schäden angerichtet werden. Um einer weiteren Ausbreitung vorzubeugen kann man die Fruchtkörper vor der Freisetzung ihrer Sporen von Hand entfernen. |
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Rost Pucinia ssp. |
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| Bedeutung: |
Leichter Befall ist verbreitet, schwerer Befall sehr selten. |
| Jahreszeit: |
Sommer und Herbst |
| Symptome: |
Es bilden sich orangefarbene oder braune Pusteln an den Blattflächen, sie können unregelmäßig gestreut oder linienförmig angeordnet sein. |
| Wo?: |
Fast alle Gräserarten können befallen werden. Unter Rasenbedingungen werden am ehesten Lolium perenne und Poa pratensis befallen. |
| Ursachen: |
Feuchtwarme Witterung, am häufigsten auf langem, ungemähtem Rasen. Regelmäßiger Schnitt kann den Befall verhindern. |
| Vorbeugende Maßnahmen: |
Die Auswahl resistenter Zuchtsorten kann das Risiko mindern. |
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Wurzelbrand Rhizoctonia solani |
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| Bedeutung: |
Sehr selten, aber wenn, dann meist mit schwerem Befall. |
| Jahreszeit: |
Während der gesamten Vegetationsperiode. |
| Symptome: |
Der Pilz befällt vor allem nach einer Neuansaat die jungen Graskeime und kann so ein ungleichmäßiges Auflaufen verursachen, die Keimlinge sterben ab. |
| Wo?: |
In allen Rasentypen, besonders betroffen sind Agrostis- und Festuca- Arten. |
| Ursachen: |
Saatgut ist meist schon vor der Ansaat infiziert. Begünstigt wird das Pilzwachstum aber durch unausgewogene Nährstoffversorgung, vor allem bei Überangebot von Stickstoff und Phosphor bei gleichzeitigem Kali- und Magnesium-Mangel. |
| Vorbeugende Maßnahmen: |
Ausgewogene Nährstoffversorgung, Saatgutbeizung (z.B. Verwendung von Mantelsaat). |
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Wurzelhalsfäule Typhula incarnata |
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| Bedeutung: |
Je nach Witterungsverlauf kann in manchen Jahren schwerer Schaden entstehen. |
| Jahreszeit: |
Infektion findet oft schon im Herbst oder Winter bei feuchtkühler Witterung statt, die Schäden zeigen sich aber meist erst im zeitigen Frühjahr. |
| Symptome: |
Kreisrunde Flecken bis zu 40 cm Durchmesser mit abgestorbenem Gras, auf den Blättern blaßrosa bis weißliche Pilzmyzele, der Pilz verursacht Wurzelfäulnis und somit das Absterben der Graspflanze. |
| Wo?: |
In allen Rasentypen, vor allem bei Lolium perenne (bestimmte Zuchtsorten) und seltener bei Festuca rubra, häufiger auf sandigen Böden. |
| Ursachen: |
Oberflächenverdichtungen mit zu hoher Feuchtigkeit, zu hoher Grasbestand. |
| Vorbeugende Maßnahmen: |
Stickstoffdüngung im Herbst einschränken, Schnitthöhe vor dem Winter auf 3-3,5 cm halten, Oberfläche belüften, besanden und vertikutieren. |
Rund ums Grün
Unkrautbekämpfung: Die Bekämpfung von Unkräutern in Rasenflächen ist u.a. durch vorbeugende und mechanische Pflegemaßnahmen möglich.
Moosbekämpfung: Das Auftreten von Moos in Rasenflächen hat mehrere Gründe. Es ist nicht, wie häufig angenommen wird, ein niedriger pH-Wert als alleinige Ursache zu sehen.
Nachsaat: Der Rasenumbruch mit anschließender Neuanlage ist mit Sicherheit eine äußerst mühsame sowie kostenintensive Arbeit und wird nur als allerletzte Möglichkeit angewendet. Wesentlich einfacher und günstiger ist da die Nachsaat.
Die Bekämpfung von Unkräutern in Rasenflächen ist u.a. durch vorbeugende und mechanische Pflegemaßnahmen möglich. Durch vorbeugende Maßnahmen sollen die Rasengräser gefördert und Unkräuter durch natürliche Konkurrenz zurückgedrängt werden. Abhängig sind die entsprechenden Möglichkeiten von der Art der Unkräuter, der Größe der Fläche, dem Rasentyp etc. Die richtige Pflege, u. a. die richtige Schnitthöhe und Häufigkeit, das Vertikutieren als auch das Aerifizieren tragen zur Förderung der Rasengräser und Narbendichte und somit gleichzeitig zur Unterdrückung der Unkräuter bei.
Eine lückige Narbe erleichtert den Unkräutern das Einwandern. Sie entsteht häufig, wenn die Fläche zu tief geschnitten und die Narbe verletzt wird, bei Schädigung der Narbe durch falsche Anwendung von Düngern (Ätzschäden) und Schädigung durch Tiere, Sport etc.Wenn mechanische Maßnahmen und vorbeugende Pflegemaßnahmen nicht den gewünschten Erfolg bringen, ist eine Bekämpfung mit chemischen Mitteln möglich. Hier gibt es reine Unkrautbekämpfungsmittel aber auch kombinierte Dünger mit Unkrautbekämpfungsmittel. Bei speziellen Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Stauende Nässe, unzureichende Belichtung, unzureichende Abtrocknung in Schattenlagen, anhaltende Taubildung, Nährstoffmangel (vor allen Stickstoff), stark saure Bodenreaktion und ungenügende Gesamtpflege begünstigen die Moosbildung. Zunächst sollte versucht werden, diese günstigen Bedingungen zu beseitigen. Darüber hinaus sollte das vorhandene Moos im zeitigen Frühjahr wie folgt bekämpft werden: Den Rasen zunächst sehr tief schneiden. Anschließend eine Mischung aus Eisen II - Sulfat (Fe SO4 - Eisenzweisulfat) und Ammoniumsulfat (NH4)2 SO4 - Schwefelsaures Ammoniak im Verhältnis 1:1 bis 1:2 mit ca. 100 g/m2 auf der vermoosten Fläche ausbringen.Das Moos färbt sich anschließend braunschwarz und stirbt ab. Es läßt sich nun durch vertikutieren sehr gut aus der Rasennarbe entfernen. Die dadurch lückig gewordende Grasnarbe sollte nachgesät werden, damit sich keine Unkräuter oder unerwünschten Gräser in den Lücken etablieren. Verwenden Sie dazu unsere Nachsaat als Mantelsaat, die ein optimales Gelingen der Nachsaat garantiert. Weitere Infos zum Thema Mantelsaat finden Sie unter der Seite Produkte - Mantelsaat.
Trotz guter Pflege wird jeder Rasen einmal älter und lückiger. Dann stellt sich die Frage: Was ist zu tun?
Zusätzlich sollte die Nachsaat – Mantelsaat nach dem Vertikutieren in Verbindung mit der Frühjahrsdüngung ausgebracht werden. Der Rasen wird dadurch jedes Frühjahr durch neues Saatgut verjüngt und erstrahlt in frischem kräftigem Grün. Reparatur und Verjüngung werden wie folgt durchgeführt:
1. Rasen so tief wie möglich schneiden, so daß nur Stoppeln stehenbleiben. Arbeiten Sie mit einem Grasfangkorb, damit das Schnittgut gleich entfernt wird. Sollten noch Schnittgutreste auf dem Rasen sein, harken Sie diese mit einem Rechen ab, um die Fläche "sauber" zu haben.
2. Jetzt in Längs- und Querrichtung vertikutieren, um Rasenfilz und Pflanzenreste zu entfernen. Den Vertikutierer so einstellen, daß der Boden ca. 1-2 mm angeritzt wird. Die Fläche anschließend wieder gründlich reinigen, damit das Rasensaatgut genügend Licht, Luft und Platz zum Gedeihen hat.
3. Die Greenfield Nachsaat wird mit 30-35 g/m2 gleichmäßig ausgebracht und angewalzt. Zur Beschleunigung der Keimung wird das Saatgut durch Beregnung feucht gehalten und dadurch ein Vertrocknen des Keimlings verhindert.
4. Der erste Schnitt sollte bei 8-10 cm Aufwuchshöhe erfolgen (siehe Punkt 7. Rasenneuanlage).
Die wichtigsten Gräser im Überblick
 Deutsches Weidelgras / Lolium perene
Das Deutsche Weidelgras (Ausdauerndes Weidelgras) ist eine der wichtigsten Rasenarten für die Anlage von Rasenflächen. Es bevorzugt frische, nährstoffreiche Böden und zeichnet sich durch rasche Keimung und sehr schnelle Jugendentwicklung aus. Es bildet dichte Narben, ist sehr strapazierfähig und regeneriert sich nach Belastung schnell. Deutsches Weidelgras - Rasenlolium - ist sehr gut geeignet für stark strapazierte Flächen wie Fußballplätze, Spielplätze und Liegewiesen. Entscheidend für die Entwicklung ist neben dem Standort eine sehr gute Dünger- und Wasserversorgung.
 Wiesenrispe / Poa pratensis
Die Wiesenrispe ist der zweite Vertreter der sehr strapazierfähigen Rasengräser. Sie ist ein wichtiger Bestandteil in Sport- und Spielrasen und bevorzugt ebenfalls frische Böden. Da die Wiesenrispe unterirdische Ausläufer, sogenannte Rhizome ausbildet, sind die Narben mit höheren Anteilen Wiesenrispe durch hohe Scherfestigkeiten gekennzeichnet. In der Keimung und der Jugendentwicklung ist die Wiesenrispe im Gegensatz zum Deutschen Weidelgras allerdings langsamer und ist daher in der Narbe erst im Jahr nach der Ansaat anteilsmäßig stärker vertreten.
 Horstrotschwingel / Festuca rubra commutata
Der Horstrotschwingel bildet niedrige, dichte Horste mit sehr feinen Blättern aus, die dichte und feine Narben formen. Er stellt geringe Ansprüche an die Nährstoffversorgung und kann längere Trockenperioden unbeschadet überstehen. Horstrotschwingel wird hauptsächlich in Zierrasen, Gebrauchsrasen, Golfrasen aber auch Landschaftsrasen eingesetzt.
Ausläuferrotschwingel / Festuca rubra rubra
Der Ausläuferrotschwingel verbreitet sich mittels unterirdischer Ausläufer (Rhizome) und ist dadurch in der Lage, Lücken zu schließen. Ausläuferrotschwingel gedeiht auch in höheren, kälteren Lagen und auf leichteren Böden sehr gut. Die Blätter haben im Gegensatz zu Horstrotschwingel eine dunklere Farbe. Er findet in den selben Mischungen Verwendung wie Horstrotschwingel.
Kurzausläuferrotschwingel / Festuca rubra trichophylla
Der Kurzausläuferrotschwingel (Haarblättriger Schwingel) ist eine Zwischenform zwischen Horst- und Ausläuferrotschwingel und bildet kurze unterirdische Ausläufer (Rhizome) aus, die es ihm ermöglichen Lücken zu schließen. Das Blatt des Kurzausläuferrotschwingels ist dunkelgrün und sehr fein. Er ist von den Rotschwingeln der strapazierfähigste und ausdauerndste und ist darüber hinaus verhältnismäßig tolerant gegenüber Salz. Der Kurzausläuferrotschwingel wird hauptsächlich in Zier- und Golfrasen eingesetzt.
 Härtlicher Schwingel / Festuca ovina duriuscula
Der Härtliche Schwingel (Rauhblättriger Schafschwingel) gehört zu den anspruchslosen Horstgräsern, mit grau/blaugrünen borstigen Blättern, die eine relativ lockere Narbe formen. Er ist ausdauernd und bevorzugt leichte, trockene und nährstoffarme Böden. Härtlicher Schwingel verträgt etwas Teilschatten und mittlere Pflegeintensität mit nicht zu häufigem Schnitt. Der Härtliche Schwingel ist die wichtigste Art für extensive Begrünungen wie Landschaftsrasen, Straßenbegleitgrün, Böschungen, etc.
 Rotes Straußgras / Agrostis capillaris
Das Rote Straußgras bildet dichte bis lockere Horste mit kurzen ober- und unterirdischen Ausläufern aus. Es ist eine ausdauernde Art mit feinem Blatt, die auf nährstoffarmen, sauren Böden, auf Wiesen aber auch in höheren Lagen und teilschattigen Bereichen heimisch ist. Rotes Straußgras bildet strapazierfähige homogene Narben aus, die Tiefschnitt bei ausreichender Versorgung mit Wasser und Nährstoffen sehr gut vertragen. Der Haupteinsatzbereich für Rotes Straußgras sind Golfrasen und Gebrauchsrasen.
 Flechtstraußgras / Agrostis stolonifera
Das Flechtstraußgras (Weißes Straußgras) verbreitet sich mittels mehr oder weniger langer oberirdischer Kriechtriebe, die sich an den Knoten bewurzeln und Tochterpflanzen bilden. Dadurch ist es in der Lage, Lücken sehr gut zu erschließen und ist unter optimalen Bedingungen eine sehr aggressive Art. Es formt dichte, homogene Narben, die Tiefschnitt sehr gut vertragen. Flechtstraußgras wird hauptsächlich in Golfrasen und feinsten Zierrasen eingesetzt.
 Rohrschwingel / Festuca arundinacea
Der Rohrschwingel bildet ausdauernde starke Horste, teilweise mit unterirdischen Trieben. Er hat ein relativ grobes Blatt und fällt nicht unter die Ziergräser. Sehr gut geeignet ist der Rohrschwingel zum Einsatz auf sehr trockenen Standorten, aber auch in nassen und schattigen Bereichen ist diese Art sehr anpassungsfähig. Rohrschwingel ist sehr robust und daher auch gut für Strapazierflächen (z.B. Pferderennbahnen) geeignet; darf dort aber nicht zu kurz gemäht werden.
Alles über Wild- Blumenwiesen

Allgemeines über Blumenwiesen:
Rasen sind durch häufigen Schnitt und oft auch intensive Nutzung gleichmäßig niedrige, geschlossene, von Gräsern beherrschte ausdauernde Pflanzengemeinschaften. Voraussetzung für ihre Entstehung und Erhaltung sind regelmäßiger Schnitt, Düngung, Bekämpfung unerwünschter Kräuter, Moose und Rasenkrankheiten. Im Gegensatz hierzu ist die Wiese (bestehend aus Gräsern, Blumen und Kräutern) eine ausdauernde Pflanzengemeinschaft, in der zahlreiche Kräuter und Gräser genügend Zeit haben, ihre Entwicklung bis zur Samenreife abzuschließen, bevor sie abgemäht werden, und in der viele Tiere, insbesondere Insekten, Nahrung und Lebensraum finden.Die Artenzusammensetzung der Wiesenbestände ist bei extensiver Pflege gesetzmäßig durch den Standort geprägt. Blumenwiesen sind so zusammengestellt, daß sie ökologisch allen Landesteilen gerecht werden. Welche ausdauernden Blumen und Kräuter in der endgültigen Narbe vorhanden sein werden, ist von mehreren Faktoren wie Standort, Klima, Licht, Schnitthäufigkeit, Bodenbeschaffenheit etc. abhängig. Optimal für die Neuanlage artenreicher Blumenwiesen sind gewachsene, nährstoffarme (vor allem stickstoffarme) und kalkreiche Böden mit einem ph-Wert um 6,5. Bei ph-Werten unter 6,5 empfiehlt sich eine Aufkalkung mit Naturkalk in Verbindung mit einer Grunddüngung von ca. 50 g/m2 Thomaskali. Bei ph-Werten über 6,5 wird lediglich die Grunddüngung empfohlen.Für Böden, die von Natur aus niedrigere ph-Werte (5,0) aufweisen, feucht, trocken oder sandig sind, gibt es spezielle Mischungen, die entsprechend dort heimische Arten enthalten (siehe WSG-Mischungen in der Produktbeschreibungen).
Neuanlage von Blumenwiesen:
Die Aussaatfläche sollte ebenflächig und gut abgesetzt sein. Wenn der anstehende oder aufgeschüttete Kulturboden stark verunkrautet ist, ist es sinnvoll die Fläche vor der Aussaat einige Wochen ruhen zu lassen, damit Unkräuter keimen und vor der Blumenwiesenaussaat entfernt werden können. Hierdurch wird gewährleistet, daß die Blumen- und Kräutersamen genügend Platz haben sich zu entwickeln und die Konkurrenz um Bodenwasser geringer ist. Bei der Aussaat von Blumenwiesen ist darauf zu achten, daß das Saatgut vor der Aussaat gut durchmischt und danach nur schwach mit Erde bedeckt wird. Die Aussaatzeit erstreckt sich von April bis September. Bei Frühjahrs- oder Sommeraussaaten ist darauf zu achten, daß die Fläche ca. 8 Wochen stets feucht gehalten wird, damit eine sichere Etablierung der Blumen und Kräuter gewährleistet ist.
Mähen von Blumenwiesen:
Der erste Schnitt von Blumenwiesen sollte ca. 8-10 Wochen nach der Ansaat vorgenommen werden, um stark wüchsige Arten zurückzudrängen und den langsamwüchsigen Arten bessere Entwicklungsmöglichkeiten einzuräumen. Bei Ansaaten im Frühjahr oder Sommer werden weitere Schnitte alle 2 bis 3 Monate durchgeführt, d. h. im Ansaatjahr insgesamt ca. 4 Schnitte. Bei Herbstaussaaten ergeben sich demzufolge im Ansaatjahr etwa 1-2 Schnitte. Ansonsten werden Blumenwiesen jährlich ca. 1-2 mal gemäht (Juni und September). Grundsätzlich ist ein Reinigungsschnitt im Herbst erforderlich, um die Artenvielfalt zu erhalten.
WSG - Mischungen:
Das WSG (Wildpflanzensaatgut)-Programm besteht aus einheimischem Saatgut, das in der Bundesrepublik Deutschland aus Wildpflanzenherkünften produziert bzw. wild gesammelt wird. Es erfolgt ausschließlich der Einsatz dieses Saatgutes, soweit nicht rechtliche Verbote bestehen. Es gibt verschiedene Arten, die im Artenregister des Saatgutverkehrsgesetzes verzeichnet sind und nur als Zuchtsorte vertrieben werden dürfen.Der Einsatz dieser Arten erfolgt nur, wenn sie unbedingt für den jeweiligen Standort erforderlich sind. Alle WSG-Mischungen liefern wir in der Regel mit einer Saathilfe. Es handelt sich hier um ein grob geschrotetes Getreideprodukt. Diese Saathilfe erleichtert die Aussaat und ermöglicht eine gleichmäßige Ausbringung des häufig sehr feinen Wildkräutersaatgutes. Wir empfehlen die Aussaat mit Saathilfe als fertige Mischung mit 80% Gräsern und 20% WSG. Die entsprechende Aussaatstärke entnehmen Sie bitte den Produktbeschreibungen.
Quelle: http://www.Greenfield.at |